Beobachtungsberichte von verschiedenen astronomischen Objekten
Auf dieser Seite finden Sie einige Beispiele für die Beobachtung von interessanten astronomischen Objekten unserer Sternfreunde.
Polarlichter über Deutschland (Zittau)
Die Polarlichter, die am 19. Januar 2026 auftraten, wurden durch eine massive Sonneneruption, ein so genanntes Flare, verursacht. Die Eruption stammte aus der recht langlebigen großen Sonnenfleckengruppe AR 4341.
Nebenstehendes Bild: Fast in der Mitte der Sonne – die verantwortliche, über 60 000 km große Sonnenfleckengruppe AR 4341 vom 20. Januar 2026, 11 Uhr. Fotografiert mit einem Refraktor 50/540.
Aufnahme: Dietmar Kitta
Die
Eruption ereignete sich am Sonntagabend, dem 18. Januar 2026, und löste einen
koronalen Massenauswurf (CME) aus. Das ist ein gewaltiger Plasma-Ausstoß aus der
Sonnenkorona, der mit hoher Geschwindigkeit Plasma-Partikel ins All schleudert.
Diese Eruptionen auf der Sonne können geomagnetische Stürme
auf der Erde auslösen, Polarlichter verursachen und Satelliten sowie Stromnetze
stören, sind aber für Menschen ungefährlich.
Die
Partikel erreichten die Erde am 19. Januar 2026 und verursachten einen starken
geomagnetischen Sturm, eine Störung der Magnetosphäre der Erde. Die Partikel sind
elektrisch geladen und wechselwirken mit den Atomen bzw. Molekülen der oberen
Schichten der Erdatmosphäre. Diese
Atome und Moleküle werden angeregt und senden Licht in verschiedenen Farben
aus.
Die
grüne Farbe entsteht durch Anregung von Sauerstoffatomen in einer Höhe von etwa
100 km bis 200 Kilometern. Dies ist die häufigste Farbe.
Rot entsteht durch Anregung von Sauerstoffatomen in größeren Höhen (über 200 bis 300 Kilometer), wo die Atmosphäre dünner ist. Stickstoffmoleküle (N2) und ionisierte Stickstoffatome N2+ rufen die Farben Violett, Blau und Purpur hervor. Diese Farben entstehen, wenn Stickstoff ionisiert wird, was oft in niedrigeren Höhen (unter 100 km) bei sehr intensiven Sonnenstürmen auftritt.
Rot entsteht durch Anregung von Sauerstoffatomen in größeren Höhen (über 200 bis 300 Kilometer), wo die Atmosphäre dünner ist. Stickstoffmoleküle (N2) und ionisierte Stickstoffatome N2+ rufen die Farben Violett, Blau und Purpur hervor. Diese Farben entstehen, wenn Stickstoff ionisiert wird, was oft in niedrigeren Höhen (unter 100 km) bei sehr intensiven Sonnenstürmen auftritt.
Diese
Polarlichter wurden von vielen Beobachtern eindrucksvoll beschrieben und
fotografiert. Der gesamte Nordwesten war mit einem intensiven Purpurrot
eingefärbt (hervorgerufen durch Sauerstoff in über 200 km Höhe). Kurzzeitig
erschienen wabernde, isolierte grüne Wolken und Bögen. Das Auftreten blauer
Farben verweist auf die immense Stärke dieser Sonneneruption.
Die
‚Grüne Pforte’. 2026 Januar 19, 22 Uhr 51, Smartphone Galaxie A34 5G, ¼ s, ISO 4000
Aufnahme: Gudrun Kitta
‚Blaues
Leuchten’ – hervorgerufen durch ionisierten Stickstoff.
2026
Januar 19, 22 Uhr 55, Smartphone Galaxie A34 5G, ¼ s, ISO 4000
Aufnahme: Gudrun Kitta
Aufnahme: Gudrun Kitta
Es
ist faszinierend und erinnert an das 2. Buch Mose, Kapitel 34: Gott
offenbart sich Mose, indem er „in einer Wolke“ herabkommt, neben
ihn tritt und an ihm vorüberzieht. In diesem Moment der göttlichen Nähe verkündet Gott seinen Namen …
2026
Januar 19, 23 Uhr 02 min, Canon 600D, 7s bei ISO 3200.
Aufnahme: Dietmar Kitta
Rote
Wolken – hervorgerufen durch Sauerstoff in über 200 km Höhe.
2026
Januar 19, 23 Uhr 15 min, Canon 600D, 10s bei ISO 3200.
Aufnahme: Dietmar Kitta
‚Gelbe
Säulen‘
Aufnahme:
Gerald Hamann
Titan am Ring
Wenn wir in diesen Tagen und Wochen (November 2025) den Blick am
zeitigen Abend Richtung Süden wenden, zeigt sich im Süden ein unterhalb
des großen Vierecks des Pegasus in der sternarmen Region des Wassermanns
ein nicht allzu heller, in einem fahlgelblichen Licht erscheinender
Stern. Es ist der Ringplanet Saturn. Im Allgemeinen erreicht er sonst
eine größere Helligkeit. Doch dieses Jahr ist alles anders, weil wir
fast auf die Kante des zwar über Zweihunderttausend Kilometer im
Durchmesser großen, aber nur wenige Hundert Meter dicken Ringes blicken.
Der Ring erscheint gegenwärtig wie eine feine
Nadel, die links und rechts aus dem Planeten hervorragt. Diese
Kantenstellung ist eine Seltenheit, die nur etwa alle 15 Jahre eintritt
und maximal ein Jahr so prägnant sichtbar bleibt.
Durch
diese Stellung bietet sich die Gelegenheit einer interessanten
Beobachtung des Saturnmondes Titan, dessen Bahnebene ziemlich genau mit
der Ringebene zusammenfällt. Wie ein winziges Tröpfchen hängt er dann
oberhalb oder unterhalb des Ringes, nahe an der Planetenscheibe.
Allerdings
erfordert diese Beobachtung einen erheblichen instrumentellen Aufwand.
Mindestens 100-fache Vergrößerung ist nötig und die Objektivöffnung
sollte nicht unter 100 mm liegen.
An der
Sternwarte gelang es mit dem großen Spiegelteleskop die Begegnung
zwischen den Saturnringen und dem Titan am 22. November zu
fotografieren.
Die nächste Begegnung können am
wir am Montag, den 8. Dezember ab 16 Uhr 30 beobachten. Bei wolkenlosem
Himmel hat die Sternwarte dann zusätzlich geöffnet.
Komet Lemmon
Im Oktober 2025 befindet sich der am Abendhimmel sichtbare Komet noch im Sternbild des Bärenhüters, wird aber bereits Ende des Monats den Schlangenträger erreichen. Dabei erreicht er etwa die 4. Größenklasse und ist in fremdlichtfreier Gegend mit bloßem Auge sichtbar. Ein kleines Fernglas zeigt ihn deutlich. Er ist nicht vergleichbar mit Tsuchinchan vom Vorjahr, der viel heller erschien.
Dennoch zeigen schon Aufnahmen mit kurzen Brennweiten den Schweif des Kometen und den grünlich leuchtenden Kopf. Am 21. Oktober erschien der Komet zusammen mit einer Kette von Starlink-Satelliten. Der Komet selber bewegt sich auf einer sehr langgestreckten Ellipsenbahn und wird erst in über 1000 Jahren wieder in Erdnähe sein.
Das linke Bild zeigt eine Aufnahme von Dietmar Kitta in Zittau. Die untenstehende Aufnahme gelang Manfred Heinze in Mittelherwigsdorf.
Totale Mondfinsternis auf dem Mittelweg an der Napoleonslinde in Olbersdorf
Die Finsternis vom 7. September 2025 war die letzte totale Mondfinsternis eines romantischen Spätsommersabends. Bis zum Jahr 2062, also erst in 37 Jahren, am 18. September 2062 um 20 Uhr 37 wird auf dem Mittelweg an der Napoleonslinde wieder eine „Caspar David Friedrich Stimmung" in uns aufkommen.
Eines der interessantesten Bilder gelang Susanne Ullrich aus Stuttgart. Zehn Minuten nach Ende der Totalität überflog während der 2,5 Sekunden Belichtungszeit ein Flugzeug die Scheibe des Mondes und zeichnete sich mit Düsenschweif und Positionslichtern ab.
Keine Angst, wenn wir auf die „Caspar David Friedrich Stimmung" verzichten, haben wir bereits am letzten Tag des Jahres 2028, beim Brauen der Sylvesterbowle, um 17 Uhr 53 die Möglichkeit eine „Totale" zu sehen.
Eines der interessantesten Bilder gelang Susanne Ullrich aus Stuttgart. Zehn Minuten nach Ende der Totalität überflog während der 2,5 Sekunden Belichtungszeit ein Flugzeug die Scheibe des Mondes und zeichnete sich mit Düsenschweif und Positionslichtern ab.
Keine Angst, wenn wir auf die „Caspar David Friedrich Stimmung" verzichten, haben wir bereits am letzten Tag des Jahres 2028, beim Brauen der Sylvesterbowle, um 17 Uhr 53 die Möglichkeit eine „Totale" zu sehen.
Und wer die „Mittelweg-Finsternisse" liebt, kann als Frühaufsteher schon am 26. Juni 2029 in den frühen Morgenstunden zumindest den Beginn einer Totalen Mondfinsternis bewundern.
Hier die nächsten Termine bis August 2036:
- 31. Dezember 2028: 17 h 53
- 26. Juni 2029: 5 h 23 (Mittelweg für Frühaufsteher)
- 20. Dezember 2029: 23 h 43
- 14. April 2033: 20 Uhr 13
- 11. Februar 2036: 23 Uhr 13
- 7. August 2036: 4 Uhr 52
Auch wenn sich am Osthorizont ein paar Wolken tummelten gelangen einige Aufnahmen. Die Stimmung auf dem Mittelweg – Mond in den Wolken 21 Uhr 18 min - fing Gudrun Kitta auf dem nebenstehenden Bild ein.